Es ist Zeit für einen Wandel! Wandel in Richtung Offenheit, Vielfalt und Einbringung des Weiblichen

Aufhänger dieses Artikels sollte Susanne Dinnage sein. Und dass sie uns als erste weibliche Geschäftsführerin der Premier League angeregt hat, sports {f} zu gründen. Ihre Nominierung hat uns beeindruckt und inspiriert. Schade, dass sie sich entschieden hat, das Amt nicht anzunehmen und diese Geschichte nicht weitererzählt werden kann.


Sports {f} haben wir trotzdem gegründet. Und uns mit folgenden Fragen beschäftigt: Wie ist die Situation in Deutschland? Wo sind sie, die Frauen in der Sportbranche, und speziell im Profi-Fußball (dem Bereich in dem ich bisher zuhause war)? Wie sieht es in anderen Sportverbänden aus?


Gefunden haben wir wenig dazu, deshalb selbst näher hingeschaut und eine erste Analyse gestartet. Eins wird schnell klar: der deutsche Fußball gibt ein ernüchterndes und schockierendes Bild ab! Erste und bislang einzige Frau im Vorstand eines Bundesliga-Vereins war Katja Kraus, die von 2003 bis 2011 Teil des Vorstands beim HSV war.

Jetzt ist es 2019 und in den letzten acht Jahren hat es keine Frau in das operative Entscheidungsgremium des Profi-Fußballs geschafft. Ernsthaft?! Es gibt so viele Weiterentwicklungen und Innovationen im Profi-Fußball und im Sport… doch in diesem Bereich hinkt die Branche erschreckend zurück, ist starr und hält an den Altherrenrunden fest!

Schauen wir uns die Aufsichtsräte an: soweit ich mir einen Überblick verschaffen konnte, sind in den 18 Aufsichtsräten der Bundesliga aktuell 7 von 123 Personen Frauen.

Konkret heißt das: 0 % Frauen in Vorstands- und 6 % Frauen in Aufsichtsratsposten in der Bundesliga.




Der Artikel Frauen im "Männerrefugium" Fußball: "Es gibt noch viel zu tun" von Anfang März greift das Thema ebenfalls auf und beschreibt die aktuelle Situation: https://www.svz.de/sport/fussball/Frauen-im-Maennerrefugium-Fussball-Es-gibt-noch-viel-zu-tun-id22887122.html


Sehr treffend hat es die Wochenzeitschrift DIE ZEIT in einem Artikel zu dem Thema formuliert: "Es ist, als beraube sich die gesamte Branche eines taktischen Mittels. Denn in anderen Bereichen der Gesellschaft macht man sich den Vorteil gemischtgeschlechtlicher Teams bereits zunutze. Frauen können in einer Gruppe die kollektive Intelligenz erhöhen. Bleibt der Fußball lieber dumm?" https://www.zeit.de/2017/38/profifussball-frauen-fuehrungspositionen.


Und nicht nur im Fußball, allgemein in der nationalen und internationalen Sportbranche fehlen Frauen in Führungspositionen. Ein Bericht aus dem Jahr 2016 besagt, dass zu dieser Zeit bei lediglich 7 % der internationalen Sportverbände eine Frau den Vorsitz hatte.

https://theconversation.com/women-are-missing-in-sport-leadership-and-its-time-that-changed-69979


Fest steht: aktuell wird zu wenig getan. Es wird viel zu wenig über den Status Quo, den Mangel an Frauen und was es braucht um etwas zu verändern, gesprochen!

Dabei ist es so wichtig Vielfalt zu leben. Vielfalt meint an dieser Stelle nicht, nur Frauen im Team, sondern insbesondere das Einbringen von unterschiedlichen Hintergründen und Sichtweisen. Wo ist in der deutschen Sportbranche der Hebel, um eine Veränderung einzuleiten? Was brauch es: Zielvorgaben oder Selbstverpflichtung?! Welche Rolle nimmt die Politik ein, die Verbände?

Meine und unsere Absicht ist, dass sich die Branche und die Welt mehr und mehr dafür öffnet und erkennt, dass Frauen und Vielfalt in Teams und in der Gesellschaft andere Perspektiven einbringen und einen wichtigen Beitrag zu einem ganzheitlichen, nachhaltigen Miteinander leisten.


Über uns:


Mit sports {f} sprechen wir Frauen, Männer und Organisationen an, die sich für Diversität, die Förderung & Stärkung von Frauen und das Einbringen von weiblichen Qualitäten einsetzen, diese erkennen und wertschätzen!


Wir wollen inspirieren und motivieren, sich an die eigene Nase zu fassen und zu schauen: wie ist die Situation bei uns? Was können wir aktiv tun, um die Situation zu verändern? Es geht uns darum, ein Bewusstsein zu schaffen, dass Frauen in bestimmten Bereichen stark sind und Männer in anderen. Wir sind nicht für Frauen und gegen Männer, vielmehr sind wir davon überzeugt, dass im Miteinander und im sich Komplementieren die größte Kraft liegt. Und unheimlich viel Potenzial, um die Branche nachhaltiger und menschlicher zu machen.


Nina

© 2020 by sports {f} | Impressum | Datenschutz

  • White Facebook Icon
  • Weiß LinkedIn Icon

sei dabei!